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Entstehung von den Kunstwerken DAYS AND FACETS OF LIFE AND DEATH

Zwischen Farbenfreude und Monochromie: Die Dualität des Lebens in der Serie "Beautiful Skulls"

In der Stille meines Ateliers, umgeben von der Vielfalt der Farben und Formen, entstand die Serie "Beautiful Skulls" – zwei Kunstwerke, die als visuelle Meditation über das Leben und den Tod konzipiert wurden. Während "Days and Facets of Life and Death (Color One)" mit seiner Farbexplosion die vielseitige Freude am Leben einfängt, reflektiert das schwarz-weiße Pendant die stillere, introspektive Seite unserer Existenz. Beide Werke, erschaffen im Jahr 2017, vereinen die Lebendigkeit des Seins mit der Unvermeidlichkeit des Endes in einem Origami der Emotionen.

 

Das erste Werk, bunt und lebendig, ist eine Ode an die bunten Traditionen des Lebens. Inspiriert durch den farbenfrohen "Día de los Muertos", spiegelt es eine Weltanschauung wider, in der der Tod nicht als Ende, sondern als Teil eines größeren, zyklischen Prozesses gefeiert wird. Die bunten Tetraeder stehen für die verschiedenen Facetten des Lebens – die Freude, die Liebe, die Leidenschaft und den Schmerz. Sie sind ein Symbol für die mexikanische Lebenseinstellung, die den Tod als natürlichen und notwendigen Teil des Lebens akzeptiert.

 

Im Kontrast dazu steht das zweite Werk, eine Reflexion der Stille und des Nachdenkens, das in unserer Kultur oft mit dem Tod assoziiert wird. Die schwarz-weiße Farbgebung spiegelt die Zurückhaltung und den Respekt wider, den wir gegenüber dem Ende des Lebens empfinden. Es ist eine Anerkennung der Trauer, die oft mit dem Verlust einhergeht, aber auch der Frieden, der damit verbunden sein kann.

 

Beide Leinwände wurden sorgfältig mit Acryl in ihrer jeweiligen Grundfarbe vorbereitet, um eine ideale Basis für die darauf folgende minutiöse Arbeit zu schaffen. Die jeweils 244 Origami-Pyramiden, von winzig bis groß (32 winzige, 91 kleine, 73 mittlere und 48 große Tetraeder), wurden von Hand gefaltet und angeordnet. Diese akribische und zeitintensive Tätigkeit hatte nicht nur einen meditativen Charakter, sondern ermöglichte mir auch, in einen tiefen Gedankenprozess über den Sinn des Lebens und die Kunst einzutauchen und auch manch witziges Selbstgespräch nicht ausblieb: "Warum tue ich mir das mit meinen Wurstfingern an?"

 

Die Serie "Beautiful Skulls" ist für mich eine Möglichkeit, mit verschiedenen Techniken und Materialien zu experimentieren und dabei die Themen, die ich liebe, zu erforschen – harte Kanten, geometrische Klarheit, leuchtende Farben und deren Kontraste. Die Kunstwerke laden dazu ein, aus verschiedenen Perspektiven immer wieder Neues zu entdecken, wobei das große Ganze konstant bleibt, während die Details, Schatten und Lichter sich verändern. So wie das Leben selbst, ist jedes Kunstwerk einzigartig in seiner Wahrnehmung – immer gleich und doch ständig im Wandel.

 

Mit der Serie "Beautiful Skulls" habe ich versucht, eine Brücke zwischen der universellen Erfahrung des Lebens und des Todes und der individuellen Interpretation des Betrachters zu schlagen. Sie ist ein Spiegel der Welt, in der wir leben, und eine Einladung, das Leben in all seinen Facetten zu feiern und zu reflektieren – jeden Tag aufs Neue.

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