„HIPPOCALYPSE“ ist ein gewaltiges Unikat aus meiner Serie WILD SKETCHES. Auf drei Metern Breite steigt ein fast lebensgroßes Nilpferd mit weit geöffnetem Maul aus einem leuchtend gelben Hintergrund auf. Mich reizte genau der Widerspruch, den viele mit diesem Tier verbinden: gemütlich, pummelig und beinahe komisch auf den ersten Blick, aber massiv, schnell und sehr wehrhaft auf den zweiten. Mit weißen Pinselstrichen und schwarzen Acrylmarkern wollte ich diese Mischung aus Humor, Warnung und echter körperlicher Präsenz festhalten.
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„HIPPOCALYPSE“ ist nicht leise. Mit drei Metern Breite nimmt das Bild fast eine ganze Wand ein, und das Nilpferd steht einem annähernd lebensgroß gegenüber. Genau diese Größe brauchte das Motiv für mich. Ein kleines, nettes Nilpferdbild hätte den Widerspruch, der mich daran interessiert, nicht tragen können.
Nilpferde gehören bei uns zu den klassischen Zoo-Lieblingen. Sie wirken schwer, rund, pummelig und oft beinahe gemütlich. Gleichzeitig sind sie massive, erstaunlich schnelle und sehr wehrhafte Tiere, die man besser nicht unterschätzt. Diese Mischung aus Sympathie, Komik, Respekt und echter Gefahr war der Ausgangspunkt für das Bild.
Vielleicht hat mich das Tier auch deshalb angesprochen, weil ich mich ein wenig darin wiedererkenne. Ich bin selbst nicht gerade der Leichteste, werde wegen meiner äußeren Erscheinung manchmal vorschnell eingeordnet und wünsche mir oft, dass Menschen einen zweiten Blick wagen. Mein etwas selbstironischer „Bauch-Buddy“ ist das Nilpferd deshalb schon – nur sollte man aus dieser Verwandtschaft besser keine falschen Schlüsse ziehen.
Das Tier steigt mit weit geöffnetem Maul aus der gelben Fläche auf. Ich wollte bewusst offenlassen, ob es droht, ruft oder vielleicht nur ein ziemlich seltsames „Hallo“ brüllt. Man erkennt sofort die Kraft, aber die Situation bleibt trotzdem nicht vollständig erklärt. Genau diese Ambivalenz hält das Motiv für mich lebendig.
Den gelben Hintergrund habe ich in mehreren Schichten mit der Rolle aufgebaut. Die Farbe erinnert mich an Hitze und Sonne, funktioniert hier aber genauso als Warnsignal. Es gibt keine ausgearbeitete Landschaft und keine Ablenkung: nur diese große gelbe Fläche und das Tier, das daraus hervorkommt.
Danach habe ich die Körperform zunächst mit weißen Pinselstrichen angelegt und die Konturen mit schwarzen Acrylmarkern weiterentwickelt. Die Linien sollen schnell, roh und spontan wirken, obwohl das Arbeiten auf einer 300 × 190 cm großen Leinwand alles andere als beiläufig war. Ich musste ständig einige Schritte zurückgehen, die Proportionen prüfen und dann wieder ganz nah an die Fläche heran.
Besonders das Maul habe ich mehrfach überarbeitet. Es sollte wuchtig und glaubwürdig wirken, aber nicht wie eine glatt ausgearbeitete Tierillustration. Die sichtbaren Suchbewegungen, Unterbrechungen und Überschneidungen der Linien gehören für mich zum Bild. Sie machen aus dem Koloss keine starre Form, sondern ein Tier, das im nächsten Moment reagieren könnte.
Der Titel „HIPPOCALYPSE“ verbindet „Hippopotamus“ mit „Apocalypse“. Wer meine Arbeiten kennt, weiß, dass ich solche Wortspiele mag. Der Name ist komisch und übertrieben, passt aber genau deshalb zu einem Tier, das oft verharmlost wird und gleichzeitig wie eine lebendige Naturgewalt auftreten kann.
Für mich funktioniert das Werk vor allem über Gegensätze: ein fast fröhliches Gelb und ein massiver Körper, eine schnelle Skizzenwirkung und viele Wochen Arbeit, ein vertrauter Zoo-Liebling und ein Tier, vor dem man großen Respekt haben sollte. Das Bild entscheidet nicht, welche Seite die richtige ist. Es hält beide gleichzeitig fest.
„HIPPOCALYPSE“ gehört zur Serie WILD SKETCHES . In dieser Serie beschäftige ich mich mit Tieren, die schnell auf eine einzige Eigenschaft reduziert werden: gefährlich, hässlich, lästig, niedlich oder harmlos. Mich interessiert der Moment danach – wenn der erste Eindruck nicht mehr ausreicht und man genauer hinsieht.
Digitale Beispielansichten (KI-generierte Mockups), um Größe und Wirkung von diesem Kunstwerk einzuschätzen.
Der Maßstab orientiert sich am angegebenen Werkmaß (siehe Werkdetails); Abweichungen sind möglich. Die Farbdarstellung kann je nach Bildschirm und Raumlicht
abweichen.
Maßgeblich sind das Originalwerk und die angegebenen Maße.
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