WE LOVE TO WATCH

160×80 cm – 2025 – Krähe vor Ruinen

WE LOVE TO WATCH

Bei „WE LOVE TO WATCH“ beschäftige ich mich mit unserer widersprüchlichen Faszination für Zerstörung, Krisen und Katastrophen. Eine Krähe sitzt als stille Beobachterin vor einer zerstörten Stadtlandschaft. Das handsignierte Unikat entstand mit Acrylfarbe und schwarzen und weißen Lackmarkern auf Leinwand.

Krähe vor zerstörter Stadtlandschaft auf tiefrotem Grund, Acryl und Lackmarker auf Leinwand, 160 × 80 cm, Unikat (2025).

3.400,00 €

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Über das Werk

Bei „WE LOVE TO WATCH“ geht es mir um eine widersprüchliche Reaktion, die ich auch bei mir selbst beobachte: Zerstörung, Krisen und Katastrophen erschrecken uns, ziehen unseren Blick aber trotzdem an. Wir sehen Bilder von Trümmern und Konflikten, wenden uns vielleicht kurz ab und schauen dann doch wieder hin.

Im Zentrum sitzt eine Krähe vor einer zerstörten Stadtlandschaft. Für mich kann sie zugleich Zuschauerin und Überlebende sein. Sie beobachtet die Ruinen, ohne dass eindeutig wird, ob sie aus der Vergangenheit, der Gegenwart oder einer möglichen Zukunft stammen. Dadurch bleibt die Szene bewusst zeitlich offen.

Der englische Titel bedeutet sinngemäß „Wir lieben es zuzusehen“. Das ist absichtlich unangenehm formuliert. Der Satz richtet sich nicht nur an andere, sondern schließt mich und den Betrachter mit ein. Das Werk fragt, wann aus Aufmerksamkeit bloßes Zuschauen wird.

Entstehung und Technik

Der tiefrote Hintergrund entstand großflächig mit Acrylfarbe und einem breiten Pinsel. Die Farbe sollte nicht wie eine realistische Umgebung wirken, sondern die gesamte Szene in Spannung versetzen. Rot kann für mich Alarm, Gewalt und Dringlichkeit tragen, ohne dass das Bild an ein einzelnes konkretes Ereignis gebunden ist.

Die Krähe, die Ruinen und die vielen Fragmente habe ich anschließend mit schwarzen und weißen Lackmarkern aufgebaut. Die Linien bleiben sichtbar skizzenhaft, überlagern sich und brechen teilweise ab. Aus der Entfernung entsteht eine lesbare Szene; aus der Nähe lösen sich Gebäude, Trümmer und Körper wieder in einzelne Striche auf.

Das langgestreckte Format von 160 × 80 cm verstärkt für mich den Eindruck einer weitgezogenen zerstörten Umgebung. Gleichzeitig hält die zentrale Krähe die Komposition zusammen. Zwischen den dicht gesetzten Linien und den ruhigeren roten Flächen entsteht das Wechselspiel aus Chaos und Ordnung, das ich für dieses Motiv gesucht habe.

Besonderheiten

Das Werk ist gesellschaftskritischer und direkter als viele meiner anderen Arbeiten. Trotzdem wollte ich kein Plakat zu einem bestimmten politischen Ereignis malen. Mich interessiert eher das wiederkehrende Muster: Geschichte wiederholt sich, Krisen werden zu Bildern, und Bilder werden betrachtet, geteilt und irgendwann durch neue ersetzt.

Die Krähe steht für mich nicht nur für Tod oder Unheil. Sie kann auch Anpassungsfähigkeit, Erinnerung und das Weiterleben nach einer Katastrophe verkörpern. Genau diese Mehrdeutigkeit war mir wichtig: Sie sitzt nicht außerhalb der Szene, sondern ist selbst Teil dessen, was sie beobachtet.

„WE LOVE TO WATCH“ stellt deshalb keine fertige Antwort bereit. Das Bild lädt dazu ein, die eigene Position zwischen Hinschauen, Wegsehen und Handeln zu prüfen. Es ist ein handsigniertes Unikat aus dem Jahr 2025.

Beispielansichten im Raum

Digitale Beispielansichten (KI-generierte Mockups), um Größe und Wirkung von diesem Kunstwerk einzuschätzen.
Der Maßstab orientiert sich am angegebenen Werkmaß (siehe Werkdetails); Abweichungen sind möglich. Die Farbdarstellung kann je nach Bildschirm und Raumlicht abweichen.
Maßgeblich sind das Originalwerk und die angegebenen Maße.


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