Bei „SHIFTING SANDS“ interessierte mich die kontrollierte, fast lautlose Bewegung der Hornviper durch den Sand: S-Form, Hörner über den Augen und Zunge machen sie unverwechselbar. Das handsignierte Unikat gehört zur Serie WILD SKETCHES.
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Bei „SHIFTING SANDS“ wollte ich keine Schlange malen, die nur über Angst funktioniert. Natürlich ist eine Hornviper kein harmloses Tier. Sie ist giftig, sehr gut angepasst und kann in ihrer Umgebung nahezu verschwinden. Aber genau das fand ich spannender als eine reine Bedrohungsgeste: ein Tier, das nicht laut auftreten muss, weil es längst perfekt in seinen Lebensraum passt.
Der gelbe Hintergrund ist deshalb keine ausgearbeitete Wüstenlandschaft. Er ist eher Hitze, Fläche, Sand und Leere. Ich wollte nichts erzählen, was vom Tier wegführt. Die Hornviper sollte fast aus dieser gelben Fläche herauskommen, als würde sie nur für einen Moment sichtbar werden, bevor sie wieder im Sand verschwindet. Die lange S-Form zieht sich durch das Querformat und gibt dem Bild die Richtung.
Beim Malen waren für mich vor allem der Kopf, die Hörner, die Zunge und diese ruhige Vorwärtsbewegung wichtig. Die Hörner machen das Tier sofort besonders, fast ein wenig unwirklich, obwohl sie real sind. Die Zunge ist klein, aber sie verändert die ganze Haltung. Sie macht aus einer starren Form ein Tier, das prüft, riecht, wahrnimmt und sich orientiert.
Die Linien sind bewusst nicht glatt oder sauber geschlossen. Ich mag an dieser Arbeitsweise, dass man Entscheidungen sieht: wo eine Linie sucht, wo sie abbricht, wo sie zu schnell oder zu rau wird. Acrylmarker auf Leinwand lassen nicht alles kontrollieren, und genau das passt für mich zu diesem Motiv. Die Hornviper wirkt dadurch nicht wie eine Illustration aus einem Tierbuch, sondern wie eine Begegnung, die im nächsten Moment wieder vorbei sein kann.
Hornvipern bewegen sich im lockeren Sand unter anderem seitlich fort. Dieses sogenannte Sidewinding ist für mich eine der interessantesten Bewegungsformen überhaupt, weil es gleichzeitig sparsam, präzise und fast fremd wirkt. Im Bild habe ich diese Idee nicht erklärt, sondern über Rhythmus, Wiederholung und die Richtung der Linien aufgenommen.
Auch die Reduktion gehört für mich zum Bild. Ein gelber Grund, schwarze und weiße Linien, keine ausgearbeitete Landschaft, keine dramatische Szene. Dadurch bleibt die Frage offen, ob man das Tier gerade entdeckt oder ob es einen schon längst bemerkt hat. Diese leichte Unsicherheit wollte ich im Bild behalten.
„SHIFTING SANDS“ gehört zur Serie WILD SKETCHES. In dieser Serie beschäftige ich mich mit Tieren, die Menschen oft vorschnell einordnen: gefährlich, hässlich, unheimlich, lästig oder einfach unangenehm. Ich versuche nicht, sie schönzureden. Mich interessiert eher, was passiert, wenn der erste Reflex einen Moment später kommt und man genauer hinsieht. Bei der Hornviper bleiben für mich dann nicht nur Gift und Gefahr, sondern auch Ruhe, Anpassung, Eigenheit und eine erstaunlich klare Form.
Digitale Beispielansichten (KI-generierte Mockups), um Größe und Wirkung von diesem Kunstwerk einzuschätzen.
Der Maßstab orientiert sich am angegebenen Werkmaß (siehe Werkdetails); Abweichungen sind möglich. Die Farbdarstellung kann je nach Bildschirm und Raumlicht
abweichen.
Maßgeblich sind das Originalwerk und die angegebenen Maße.
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